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31.08.2026

Jahresausflug nach Erfurt



Jahresausflug des Gartenbauvereins Wegscheid nach Erfurt, mit EGA-Park, Wartburg und Mödlareuth vom 28.08. bis 30.08.

Bei einer Mondfinsternis starteten wir unsere Ausflugsfahrt nach Erfurt. Eigentlich wollten wir unsere erste Rast hinter Nürnberg einlegen. Doch gerade als wir dort angekommen wären, begann es zu regnen. Deshalb beschlossen wir, noch ein Stück weiterzufahren.

Bald zeigte sich wieder die Sonne, doch weit und breit war kein geeigneter Rastplatz zu finden. Schließlich mussten wir eine Zwangspause einlegen. Anfangs war das Wetter noch recht freundlich, später setzte jedoch leichter Regen ein. So wurde die Brotzeit kurzerhand mit Regenschirmen abgehalten.

Trotz der etwas widrigen Umstände ließen wir uns die gute Stimmung nicht verderben. Es gab Würstl und Brezen, Walter hatte Bier dabei, dazu Kaffee, den viele Teilnehmer mitgebracht hatten. Die Frauen hatten wieder fleißig gebacken und für ein reichhaltiges Kuchenbuffet gesorgt. Regina verwöhnte uns mit ihren leckeren Zitronenschnitten, Gertraud brachte Fleckerl mit, Marianne steuerte Nussecken und Mürbteigplätzchen bei, und unsere Vorsitzende überraschte uns mit Gria-Marmeladeschnitten. Danach wurden die Tassen wieder von Walter abgewaschen, da er auch warmes Wasser mitgenommen hatte. Beim Abtrocknen halfen alle mit.

So wurde selbst die ungeplante Pause zu einem geselligen und gemütlichen Auftakt unserer Reise nach Erfurt.

Anschließend ging die Fahrt weiter zum Egapark nach Erfurt. Leider war die geplante Autobahnausfahrt gesperrt, sodass wir einen Umweg fahren mussten, bevor wir unser Ziel erreichten. Am Park angekommen, schien zunächst wieder die Sonne. Doch schon bald zogen erneut Regenwolken auf.

Viele nutzten die Zeit, um im Café Schutz zu suchen oder das Urwaldhaus mit seinen zahlreichen Kakteen und exotischen Tieren zu besuchen. Besonders die frei umherfliegenden Schmetterlinge beeindruckten die Besucher. Andere erkundeten das Gartenmuseum und warteten dort das Ende des Regenschauers ab.

Als das Wetter wieder besser wurde, konnten wir den prächtigen Rosengarten, den japanischen Garten, den Skulpturengarten sowie den farbenfrohen Dahliengarten besichtigen. Für die Thüringer Gartentage wurde bereits eifrig aufgebaut. Zahlreiche Verkaufsstände mit Blumenzwiebeln, Gartendekoration und vielen weiteren Angeboten kündigten die kommende Veranstaltung an.

Danach ging es weiter zu unserem Hotel nach Friedrichroda. Doch auch hier wartete die nächste Herausforderung auf uns: Die vorgesehene Autobahnausfahrt war ebenfalls gesperrt. Zudem erwiesen sich einige Umleitungsstrecken mit ihren Unterführungen für unseren Bus als zu niedrig. Nach mehreren Umwegen erreichten wir schließlich doch noch unser Hotel.

Der riesige Gebäudekomplex beeindruckte viele von uns, da die meisten ein Hotel dieser Größe noch nie zuvor gesehen hatten. Am Abend erwartete uns ein reichhaltiges Buffet, das keine Wünsche offenließ.

Anschließend stand für die im Hotel untergebrachten Kinder eine fröhliche Kinderdisco auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Maskottchen Yoki wurde zu bekannten Liedern wie dem "Flieger" getanzt, und natürlich durfte auch eine Polonaise nicht fehlen. Danach wurden die Kinder ins Bett gebracht. Für die Erwachsenen begann nun der gesellige Teil des Abends. Ein DJ sorgte für Stimmung und lud auf die Tanzfläche ein. Nach anfänglichem Zögern wurde auch von uns fleißig getanzt. Besonders bei Rock'n'Roll-Musik hatten viele großen Spaß und ließen den ersten Reisetag in fröhlicher Runde ausklingen.

Nach einem reichhaltigen Frühstück erwartete uns bereits unser Reiseleiter Thomas. Mit viel Wissen und Humor begleitete er uns durch den Tag und erzählte unterwegs allerlei Interessantes über die Geschichte Thüringens.

Besonders spannend waren seine Erzählungen über Ludwig den Springer, den Erbauer der Wartburg. Der Sage nach soll er auf dem Berg gestanden und die Worte gesprochen haben: "Wart Berg, du sollst mir eine Burg werden." Seinen Beinamen "der Springer" erhielt er einer Legende zufolge durch einen waghalsigen Sprung in die Saale. Außerdem berichtete Thomas von Ludwig dem Gebissenen, Ludwig dem Eisernen, von der heiligen Elisabeth von Thüringen, von Martin Luther, dem Sängerkrieg auf der Wartburg, den Anfängen der Burschenschaftsbewegung sowie von Johann Wolfgang von Goethe.

Vorbei ging die Fahrt an Bad Tabarz, dem bekannten Kneippkurort, am Großen Inselsberg mit seiner Sommerrodelbahn und an den Hörselbergen, deren Muschelkalkgestein die Landschaft prägt. Auch die Geschichte vom Schmied von Ruhla wusste unser Reiseleiter anschaulich zu erzählen.

Schließlich erreichten wir die Wartburg, die hoch über Eisenach thront. Vom Parkplatz aus mussten wir zunächst den steilen Weg hinauf zur Burg bewältigen. Oben angekommen wurden wir jedoch mit einer interessanten Führung belohnt. Eine bemerkenswerte und äußerst engagierte Führerin brachte uns die Geschichte der Wartburg auf anschauliche und lebendige Weise näher. Beeindruckt von den historischen Räumen, den Kunstschätzen und den vielen Geschichten verließen wir die berühmte Burg.

Anschließend führte uns die Fahrt weiter durch den Thüringer Wald nach Bad Salzungen. Dort machten wir an einem Imbissstand hat wo wir eine originale Thüringer Bratwurst vom Grill speisten , die hervorragend schmeckte und zu den kulinarischen Spezialitäten der Region gehört.

Anschließend machten wir einen Spaziergang rund um den Burgsee. Der Rundweg bot schöne Ausblicke auf das Wasser und die umliegende Landschaft und lud zum Verweilen ein. Die ruhige Atmosphäre machte den Spaziergang besonders angenehm.

Ein weiteres Highlight war das Gradierwerk. Das beeindruckende Bauwerk dient der Erzeugung salzhaltiger Luft und trägt zum besonderen Kurortcharakter von Bad Salzungen bei. Der Besuch vermittelte interessante Einblicke in die Geschichte der Salzgewinnung und der Kurtradition der Stadt.

Besonders gefallen hat mir auch das Café am Gradierwerk. Dort konnte man bei einer entspannenden Pause ein herrliches Eis genießen. In Verbindung mit der frischen, salzhaltigen Luft des Gradierwerks war dies ein besonders schöner Moment des Ausflugs.

Insgesamt war Bad Salzungen mit seinem Burgsee, dem Gradierwerk, der regionalen Küche und den gemütlichen Einkehrmöglichkeiten ein lohnendes Ausflugsziel.

Vorbei ging es am Trusetaler Wasserfall und am Zwergenpark, dessen originelle und teilweise "verzipfelte" Zwerge für manchen Schmunzler sorgten. Entlang der Strecke sahen wir zahlreiche Schrebergärten. In Winterstein erfuhren wir von einem Gedenkstein, unter dem der Sage nach ein treuer Hund begraben sein soll.

Thomas erzählte uns außerdem, dass Thüringen als die Wiege der Puppen- und Spielzeugindustrie gilt und in dieser Tradition bis heute viele bekannte Manufakturen und Handwerksbetriebe beheimatet sind.

Mit vielen Eindrücken und neuem Wissen kehrten wir am Abend in unser Hotel zurück und ließen einen erlebnisreichen zweiten Reisetag gemütlich ausklingen.

Wer mehr über die Geschichte der Wartburg und den historischen Personen kann dies auf Wikipedia nachlesen.

Am dritten Tag führte uns die Fahrt nach Mödlareuth, auch als "Little Berlin" bekannt. Über die A 4 ging es vorbei an der sogenannten Drei-Gleichen-Burgen-Gruppe, die schon von Weitem einen beeindruckenden Anblick bot. Doch wie schon an den Vortagen blieben auch diesmal Umleitungen nicht aus, sodass wir einige zusätzliche Kilometer in Kauf nehmen mussten.

In Mödlareuth angekommen, erhielten wir zunächst eine interessante Präsentation über die Geschichte des geteilten Dorfes. Anschließend konnten wir einen Film ansehen, der die bewegenden Ereignisse rund um die deutsche Teilung und deren Auswirkungen auf die Bewohner eindrucksvoll darstellte. Wer mehr darüber erfahren will, kann dies auf Wickipedia oder im Internet nachlesen.

Danach besichtigten wir die Fahrzeugausstellung sowie die weitläufigen Außenanlagen mit den erhaltenen Grenzanlagen. Im neuen Museum erfuhren wir, wie es zur Teilung Deutschlands gekommen war, warum der Grenzverlauf gerade hier durch das Dorf führte und welche Folgen dies für die Menschen auf beiden Seiten hatte. Die Ausstellung vermittelte Geschichte auf anschauliche und eindrucksvolle Weise und regte zum Nachdenken an.

Nach einer gemütlichen Pause im Museumsbereich setzten wir unsere Heimreise fort. In Adlersberg legten wir noch einmal eine gemeinsame Brotzeitpause ein. Dabei durfte auch ein besonderer Tropfen nicht fehlen: Mit einem von Inge Fenzl mitgebrachten Schlehenlikör stießen wir auf die schöne, erlebnisreiche und harmonische Fahrt an.

Mit vielen neuen Eindrücken, schönen Erinnerungen und einer gelungenen Gemeinschaft ging unsere Ausflugsfahrt nach Erfurt und Thüringen schließlich zu Ende. Ein herzlicher Dank gilt allen Organisatoren, Helfern, Kuchenbäckerinnen und natürlich unserem Busfahrer, die zum Gelingen dieser Reise beigetragen haben. So wird diese Fahrt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben.
























 

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